Wie sicher ist Sensiplan?

Eine der entscheidenden Forderungen an jede Familienplanungsmethode ist ihre Sicherheit.

Sensiplan, die Methode der Arbeitsgruppe NFP, die in den letzten 30 Jahren eingehend untersucht wurde, ist hochsicher, wenn folgende Kriterien erfüllt werden:

  • Richtige Auswertung der Zyklen
  • Striktes Einhalten der Regeln
  • Motivation der Partner
  • Gute Beratung

Die Sicherheit einer Familienplanungsmethode wird in der Regel mit dem Pearl Index angegeben. Er besagt, wie viele von 100 Frauen bei konsequenter Anwendung einer bestimmten Methode in einem Jahr unbeabsichtigt schwanger werden. Für Sensiplan haben Studien an den Universitäten Düsseldorf und Heidelberg folgende Werte ermittelt:

Bei 7.866 Zyklen traten nur drei unbeabsichtigte Schwangerschaften auf. Das entspricht einer Methodensicherheit von 0,4 PI (Pearl Index). Damit liegt Sensiplan bei richtigem Gebrauch im Bereich der Pille.

Für die Sicherheit einer Methode gibt es einen weiteren Wert, nämlich die Gebrauchssicherheit oder die Sicherheit in der alltäglichen Anwendung. Sie ist sehr stark vom Paar abhängig; denn hier fließen Ereignisse wie „Nicht-Einhalten der Regeln“, aber auch schlechtes Methodenverständnis ein. Deshalb wird hier so viel Wert auf eine verständliche Begleitliteratur wie „Natürlich und sicher – Das Praxisbuch“ und auf eine qualifizierte NFP Beratung gelegt.

In der begleitenden Gebrauchssicherheitsstudie, also in den Untersuchungen zur Sicherheit unter Alltagsbedingungen, liegt der Pearl Index bei 2,3.

 

Welche Faktoren beeinflussen die Sicherheit?

Die Sicherheit ist in hohem Maße vom Verhalten des Paares abhängig. Die meisten unbeabsichtigten Schwangerschaften entstehen dadurch, dass die Regeln nicht eingehalten werden und wissentlich in der fruchtbaren Zeit Verkehr stattfindet.

Viele riskieren „es einfach einmal“ in dem Bewusstsein, dass die Möglichkeit schwanger zu werden am Beginn der fruchtbaren Phase noch nicht ganz so hoch ist.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft nimmt zu, je näher der Eisprung rückt. Nach dem Eisprung fällt die Empfängniswahrscheinlichkeit rasch wieder ab und ist in der etablierten Temperaturhochlage gleich Null.

Die Sicherheit hängt weiterhin davon ab, wie stark in einer Partnerschaft die Motivation ist, eine Schwangerschaft tatsächlich vermeiden zu wollen. Ob sich die Partner in dieser Phase einig sind und ob sie sich offen und ehrlich über ihre Sexualität und Familienplanung verständigen können, sind weitere, für die Sicherheit entscheidende Aspekte.

Ganz besonders wichtig aber ist, dass die fruchtbare Zeit richtig bestimmt wird. Deshalb ist es immer besser, wenn Anfängerinnen durch geschulte NFP BeraterInnen eine gute Einführung in die Methode erhalten oder sich ‚online‘ beraten lassen.